Coaching

I. Was ist Coaching?

Rechtsanwälte sind Experten auf dem Gebiet des Rechts. Dafür haben sie studiert. Die Fähigkeiten und Kenntnisse als Unternehmer eignen sie aber erst in der Praxis an – mehr oder weniger erfolgreich. Es gilt das Motto: Auch Führung will gelernt sein.

Der Fülle der Herausforderungen, mit denen sich ein Anwalt als Unternehmer konfrontiert sieht, steht er nicht nur unausgebildet, sondern meist auch einsam gegenüber. Die Kanzleikollegen interessieren sich selten für die Arbeit des „Managing-Partners“ - außer sie sind unzufrieden. Mit Mitarbeitern ist ein Austausch über Management- Themen nur beschränkt möglich.

Zudem fehlt dem Rechtsanwalt der emotionale und sachliche Abstand zu seiner Kanzlei. Bekanntlich ist „derjenige Rechtsanwalt ein Esel, der sich in eigener Sache selbst vertritt“. Ähnlich geht es dem Anwalt oft auch als Unternehmer. Er sieht oft "den Wald vor lauter Bäumen nicht“. An dieser Stelle setzt Coaching an.

Das englische Wort „Coach“ heißt auf Deutsch Kutsche. Ebenso wie eine Kutsche ist Coaching ein Hilfsmittel, von einem Ausgangspunkt - Ist-Zustand der Kanzlei - zu einem gewünschten Ziel - ihrem Sollzustand - zu kommen.

Ein guter Coach stellt als neutraler Dritter eingefahrene Sichtweisen in Frage. Er weitet den Blick. Er gibt keine fertigen Lösungen vor, sondern wirkt als Moderator und Katalysator. Er analysiert zusammen mit dem Anwaltsunternehmer die Situation, in der sich die Kanzlei befindet. Er hilft ihm, Lösungen zu finden und unterstützt ihn, sie erfolgreich umzusetzen.

Ziel des Coachings ist es, durch neue Erkenntnisse Veränderungen einzuleiten, die die Wettbewerbsfähigkeit der Anwaltskanzlei verbessern.

Zusammengefasst: Coaching ist Training zu mehr Erfolg.

II. Wie läuft Coaching ab?

Der Stützpfeiler für erfolgreiches Coaching sind Sympathie, wechselseitiges Vertrauen und die Bereitschaft, engagiert an der Kanzlei zu arbeiten.

Die 9 wichtigsten Coaching-Schritte auf einen Blick:

  1. Herstellung eines produktiven Gesprächsklimas
  2. Klärung des Ist-Zustandes
  3. Analyse von Problemen und ihrer Ursachen
  4. Definition des Sollzustandes
  5. Lokalisation und Ausbau von Ressourcen und Fähigkeiten
  6. Gewinnung neuer Perspektiven und Festlegung von Zielen
  7. Entwicklung vo Maßnahmen / Projekten zur Erreichung der Ziele
  8. Begleitung bei der Umsetzung der Maßnahmen / Projekte
  9. Motivation, wenn im Alltagsgeschäft die Umsetzung zu stocken droht.

Folgende Eigenschaften zeichnen einen guten Coach aus:

  • Er nimmt eine neutrale Haltung ein.
  • Er schafft die Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
  • Er gibt seinem Klienten Denkanstöße.
  • Er bietet ihm Hilfe zur Selbsthilfe an.
  • Er erkennt, aktiviert und erweitert die für die Zielerreichung notwendigen Ressourcen und Fähigkeiten.
  • Er richtet der Beratung auf die individuellen Bedürfnisse des Klienten aus.
  • Er arbeitet lösungs- und zielorientiert unter Berücksichtigung der Ressourcen des Klienten.

Alle Informationen zur Nutzung öffentlicher Fördermittel.

Telefon 089 652001

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